Streetart in London

London verfügt über die größte und vermutlich beste Streetart Sammlung der Welt. Wer sich einen umfassenden Eindruck von Londons Streetart Künstlern verschaffen möchte, muss unbedingt in den Stadtteil Shoreditch in Londons East End. Er gehört zu den ärmeren Teilen Londons und wirkt etwas rau und trostlos. Trotzdem hat er sich in Teilen zu einer Art Trendstadtteil entwickelt. Die Kunst-, Mode- und Designszene lebt und investiert hier. Die am nächsten gelegene U-Bahn-Station ist Old Street.

In Shoreditch entdeckt man Werke von Unbekannten und namhaften Streetart Künstlern wie Banksy (*1975), der sich schon seit mehr als 10 Jahren auf Londons Hauswänden verewigt. Er arbeitet vor allem mit Schablonen und lässt Personen oder Tiere an unerwarteten Stellen in unerwarteten Posen erscheinen. Seine Arbeiten sind inzwischen wertvoll und müssen mittlerweile sogar durch Plexiglas geschützt werden. Auch in dieser Szene gibt es genug Konkurrenz. Kommerzialisierung und Auftragsarbeit besteht neben illegaler Betätigung. Immerhin kann so ein Teil der Künstler mittlerweile von seiner Leidenschaft leben. Ausstellungen, Führungen und Workshops werden regelmäßig veranstaltet. Weitere Namen die man kennen sollte sind Shapard Fairey, Eine oder ROA.

Klarerweise kommen auch zahlreiche europäische und internationale Streetart Künstler nach London um Ihre persönliche Botschaft abzugeben. Die Mauern von Shoreditch strotzen vor Kreativität. Kuriose, witzige oder provokante Wandgemälde oder Skulpturen verstecken sich überall. Neben Wänden dienen auch Mülleimer, Straßenschilder, Ampelanlagen, Telefonzellen, Stromkästen, Bänke, Gehsteige oder die Straße selbst als Untergrund. Inhaltlich wird auch Politik, gesellschaftlicher Missstand oder Rassismus aufgegriffen. Oft steht das Werk aber auch nur für sich.

Das Besondere an Streetart ist, dass sie vergänglich ist, sich ständig ändert und Neues bringt. Die Bilder können im Normalfall jederzeit entfernt, übermalt oder weiterentwickelt werden. Das ist ihr Schicksal.

Wer nicht auf eigene Faust losstarten möchte, kann problemlos einen Guide buchen. Geführte Tours sind für London Newcomer sehr empfehlenswert. Denn die Guides kennen den Stadtteil wie ihre Westentasche und führen einen auch in die kleinsten Hinterhöfe, Gassen und Seitenstraßen. Sie kennen also wichtige Arbeiten an denen man wahrscheinlich vorbeilaufen würde.

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