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Wie lassen sich Befehle, Empfindungen und Bilder, die einem während des Tanzens durch den Kopf schießen, aussprechen oder beschreiben? Welche wunderbaren Phantasien bringen den Körper in Bewegung? Welche Art von Denken und Wissen entsteht durch Bewegung oder ist überhaupt nur durch sie möglich? Wie aufregend ist es, eine Bühne zu durchschreiten? Lässt sich die Energie des Tanzens in Worte fassen? Diese lecture performance, in der sich Milli Bitterli mit der Transformation von Bewegung, Emotion und Gedanken in Sprache auseinandersetzt, entstand im Rahmen von “STILL MOVING”, einer Kuratierung von Philipp Gehmacher im Tanzquartier Wien.
Konzept, Choreografie: Milli Bitterli
Unterstützung: Kulturabteilung der Stadt Wien, Tanzquartier Wien
Dank an: Jack Hauser
Uraufführung: 20.03.2008, Tanzquartier Wien
04.-07.07.2011 KinderuniKunst, Wien: Workshop
25.06.2011 Tanzhaus Zürich: “Was bleibt, Meret?”
24.06.2011 Tanzhaus Zürich: ”I did once a piece (walk + talk)”
04.06. 2011 PER FORMA, Helsinki: “I did once a piece (walk + talk)”
01. 04.2011 PACT Zollverein, Essen: “I did once a piece (walk + talk)”
Was bleibt? Premiere: Oktober 2011

Milli Bitterli fällt, begleitet von einer Kamera (Jack Hauser, Frans Poelstra, Christine Martinelli) seit 2004 in private Wohnungen (Schweiz, Japan, Finnland, Deutschland und Österreich). Sie startet ohne vorheriger Begehung, behauptet die Gleichstellung von Tanzen und Sprechen in ihrer Mitteilungskraft und folgt der Eigendynamik der jeweiligen Situationen mit einer beinahe endlosen Bewegung. Die Choreografie entwickelt sich durch das Beziehungsdreieck von Architektur, Kamera und Gastgeber. 10 Bewegungssequenzen, die durch ihre Umstände nur in Variationen zu erkennen sind. So beginnt etwas immer wieder, bildet sich neu, ist ausschließlich unterwegs. Milli Bitterli fordert einen Blick, der sich aus dem Moment entwickelt und sich von den Wohnungen in den Performanceraum fortsetzt. Dort sind die Wohnungsbesuche als choreographierter Film gleichzeitig mit der Choreographie der Tänzerin auf der Bühne sichtbar und die Verschachtelung beider Choreographien ergibt eine unbestimmbare komplexe Choreographie der Choreographien. So wird diese Arbeit vom Wunsch nach einer formlosen Form, nach einer abstrakten, jedoch emotionalen Darstellung, nach der zeitlosen Dauer von Bewegung und nach der Frage: Was bleibt? bestimmt.
Choreographie/Tanz Milli Bitterli
Kamera/Video Jack Hauser, Frans Poelstra, Christine Martinelli, Bettins Hein-Zedtwitz-Liebenstein
Eine Koproduktion von artificial horizon und brut Wien.
In Kooperation mit PACT Zollverein, D.ID Dance Identity, Tanzhaus Wasserwerk Zürich, Liisa Pennti + Co Helsinki, JCDN Japan, Rote Fabrik Zürich
Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur