Laufende Produktion
Was bleibt? Premiere: Oktober 2011
Milli Bitterli fällt, begleitet von einer Kamera (Jack Hauser, Frans Poelstra, Christine Martinelli) seit 2004 in private Wohnungen (Schweiz, Japan, Finnland, Deutschland und Österreich). Sie startet ohne vorheriger Begehung, behauptet die Gleichstellung von Tanzen und Sprechen in ihrer Mitteilungskraft und folgt der Eigendynamik der jeweiligen Situationen mit einer beinahe endlosen Bewegung. Die Choreografie entwickelt sich durch das Beziehungsdreieck von Architektur, Kamera und Gastgeber. 10 Bewegungssequenzen, die durch ihre Umstände nur in Variationen zu erkennen sind. So beginnt etwas immer wieder, bildet sich neu, ist ausschließlich unterwegs. Milli Bitterli fordert einen Blick, der sich aus dem Moment entwickelt und sich von den Wohnungen in den Performanceraum fortsetzt. Dort sind die Wohnungsbesuche als choreographierter Film gleichzeitig mit der Choreographie der Tänzerin auf der Bühne sichtbar und die Verschachtelung beider Choreographien ergibt eine unbestimmbare komplexe Choreographie der Choreographien. So wird diese Arbeit vom Wunsch nach einer formlosen Form, nach einer abstrakten, jedoch emotionalen Darstellung, nach der zeitlosen Dauer von Bewegung und nach der Frage: Was bleibt? bestimmt.
Choreographie/Tanz Milli Bitterli Kamera/Video Jack Hauser, Frans Poelstra, Christine Martinelli, Bettins Hein-Zedtwitz-LiebensteinEine Koproduktion von artificial horizon und brut Wien. In Kooperation mit PACT Zollverein, D.ID Dance Identity, Tanzhaus Wasserwerk Zürich, Liisa Pennti + Co Helsinki, JCDN Japan, Rote Fabrik Zürich Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur


